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Corona-Krise: Schäden in Höhe von 1.687.694 Euro im Sportkreis Reutlingen
 
Bis zum 17. Mai 2020 konnten die knapp 5.700 Mitgliedsvereine des Württembergischen Landessportbundes (WLSB) ihre finanziellen Schäden aufgrund der Corona-Krise an den Dachverband übermitteln. Im Landkreis Reutlingen meldeten bis zum Stichtag 95 Sportvereine mit 63.640 Mitgliedern Einbußen in Höhe von 1.687.694 Euro. Aus der Abfrage geht damit hervor, dass 36 Prozent der Vereine betroffen sind, die insgesamt zwei Drittel der Mitglieder im Sportkreis stellen.
 
 
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Laut dem Sportkreisvorsitzenden Manuel Hailfinger wird durch die Umfrage auch deutlich, dass die Vereine unabhängig von ihrer Größe betroffen sind. 442.750 Euro entfallen auf 56 Mitgliedsvereine mit unter 500 Mitgliedern, 457.921 Euro auf 27 Sportvereine zwischen 500 und 1.000 Mitgliedern sowie 787.023 Euro auf 12 Vereine mit über 1.000 Mitgliedern. Größter Posten sind mit 761.573 Euro die finanziellen Schäden durch die Einstellung des Sportbetriebs, gefolgt von Ausfällen in Höhe von 559.105 Euro durch die Absage von Veranstaltungen und einer Lücke von 196.321 Euro durch die Schließung der Gastronomie in den Vereinsheimen. Die weiteren Einbußen belaufen sich auch 170.695 Euro.
Der Sportkreis Reutlingen begrüßt in diesem Zusammenhang die Zusage von Sportministerin Dr. Susanne Eisenmann vom 13. Mai 2020, wonach die Übungsleiterzuschüsse nicht gekappt, sondern weiter vom Land gezahlt werden, auch wenn in den vergangenen Wochen aufgrund der Kontakt-Beschränkungen oder weiterer Einschränkungen des öffentlichen Lebens kein Sport stattgefunden hat. Dort wo den Vereinen aufgrund der Corona-Krise die Zahlungsunfähigkeit oder Überschuldung droht, sollte ein Notfallfonds für Vereine und das Ehrenamt insgesamt eingerichtet wird, so Hailfinger abschließend.

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